Als Partnerveranstaltung im Kulturstadtjahr Weimar 1999 fand das erste Weltglockengeläut auf dem Apoldaer Marktplatz statt.
Nach den Folgeveranstaltungen 2003, 2007, 2012 und 2017 wird es am 9. Juli 2022 die sechste Auflage der weltumspannenden Klangreise geben.

Zugleich feiert Apolda im Jahr 2022 den Beginn der Glockengießertradition vor 300 Jahren.

6. Apoldaer Weltglockengeläut – 9. Juli 2022

Nach 1999, 2003, 2007, 2012 und 2017 findet das Apoldaer Weltglockengeläut am 9. Juli 2022 zum sechsten Mal statt. Wechselnde internationale Glockenpartner und Künstler haben jeder Veranstaltung einen eigenen Charakter verliehen. Die verbindenden Aspekte haben über die Jahre eine eigene Tradition des Weltglockengeläuts begründet:

  • Dank moderner Übertragungstechnik erklingen Glocken jenseits von geografischen, kulturellen und zeitlichen Begrenzungen. Aus entfernten Standorten werden Glockenpartner zugeschaltet. Dank Livestreaming kann das Ereignis überall auf der Welt empfangen werden.
  • Das Weltglockengeläut betont den musikalischen Charakter von Glocken und Glockenspielen. Musiker lassen im Zusammenspiel von Glocken und Musik neuartige Kompositionen entstehen.
  • Apolda mit seiner jahrhundertealten Glockentradition profiliert sich als Dreh- und Angelpunkt einer zeitgemäßen Glockenkultur. Das Publikum kommt aus Nah und Fern nach Apolda, live verbunden mit Menschen aus aller Welt.
  • Jede Glocke hat ihre eigene, oft weit in die Vergangenheit zurückreichende Geschichte. Die Geschichte vieler prominenter Glocken beginnt in Apolda. Beim Weltglockengeläut werden sie hör- und sichtbar gemacht. Manchmal ähnelt ein Glockengeläut einer mehrere Generationen umfassenden Patchworkfamilie – das beste Beispiel ist der Veranstaltungsort des 6. Weltglockengeläuts selbst: die Lutherkirche in Apolda, mit ihren Glocken aus drei Jahrhunderten, geschaffen von den Apoldaer Gießern Rose (1722), Ulrich (1870) und Schilling (1950).

Im Jahre 2022, zum 300-jährigen Jubiläum der Apoldaer Glockentradition, werden in der Thüringer Kleinstadt keine Glocken mehr gegossen. Das multimediale Weltglockengeläut aber macht Apolda zum festlichen Treffpunkt von Glockenklängen und Geschichten, Filmen und Musikbeiträgen aus aller Welt.

Wie in den Vorjahren wird das 6. Apoldaer Weltglockengeläut gemeinsam von der Stadt Apolda und dem Kunstverein Apolda Avantgarde e.V. veranstaltet. Was zum Inhalt der Veranstaltung am 9. Juli gesagt werden kann:

  • Besucherinnen und Besucher in der Lutherkirche Apolda erleben auf einer großen Leinwand das Bühnengeschehen sowie die Live-Einspielungen der internationalen Glockenpartner.
  • Die Thüringer Sängerin Christina Rommel führt gemeinsam mit Weltglockenkurator Micky Remann durch die Veranstaltung. Musikalische Beiträge in Apolda wechseln mit Zuspielungen aus den Partnerorten statt
  • TV-, Ton- und Lichtregie findet in Apolda statt, alle Fäden der multimedialen Veranstaltung laufen hier zusammen.
  • Professionelles Streaming mit mehreren Kameras ermöglicht es, das Weltglockengeläut überall auf der Welt in hoher Qualität und kostenlos zu empfangen.
  • Im Mittelpunkt stehen Zuspielungen mit Glocken Apoldaer Herkunft. Die letzte Schaltung führt zu einer kleinen Dorfkirche mit einer mittelalterlichen Glocke aus dem 14. Jahrhundert, als Apolda noch keine Glockenstadt war. Eine Verbindung besteht dennoch: Von der Turmspitze jener Dorfkirche ist der Kölner Dom zu sehen, wo die größte freischwingende Glocke der Welt existiert, der 1923 in Apolda gegossene „Dicke Pitter“.

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